Coverei

Wenn ich ein Cover ansehe, dann gefällt es mir entweder oder eben nicht. Ohne dass ich immer genau sagen kann, warum. So wie mir geht es sicher den meisten.

Die allerersten Cover meiner SP-Books habe ich selbst kreiert (breiten wir den Mantel des Schweigens darüber). Danach habe ich eine Grafikerin gefunden, die meine Vorstellungen zu meiner Zufriedenheit umgesetzt hat. Sie kam auch mit Änderungswünschen und Kritik gut zurecht. Selbstverständlich habe ich sie bezahlt.

In letzter Zeit höre ich von verschiedenen Seiten, dass meine Cover nicht gut seien. Teilweise von Seiten, denen ich eine gewisse Ahnung von der Materie nicht absprechen und die ich deshalb nicht einfach so als „Geschmackssache“ abtun kann. Das verunsichert mich.

Wie kann es sein, frage ich mich, dass ich ein Cover als völlig passend zum Roman empfinde und ein anderer bezeichnet es als den größten Mist? Bin ich nicht mehr up to date? Und meine Grafikerin womöglich auch nicht? Es tut sich ein Loyalitätskonflikt für mich auf. Soll ich meine nächsten Cover von anderen designen lassen? Soll ich jedes Mal das Cover in Facebook zur Diskussion stellen? (was mich einem Ergebnis nicht unbedingt näher bringt, weil auch hier die Meinung von „scheiße“ bis „genial“ reicht) Oder jeweils ein Cover des einen und eines des anderen Grafikers zur Abstimmung? Womit ich dann auch gleich die doppelten Kosten hätte?

Wird meine Grafikerin beleidigt sein, wenn ich ihr sage, dass jemand eine Alternative zu ihrem aktuellen Cover entworfen hat, die mir besser gefällt? Oder wenn sie merkt, dass es ein neues Buch gibt, für das ich nicht mal bei ihr angefragt habe?

Woher nehmen meine Kollegen die Gewissheit, dass das Cover, was auf ihrem Buch prangt, das optimale für die Zielgruppe ist?

 

2 Responses to Coverei

  1. Nora Dora says:

    Hab soeben ein Mail versandt und bin anschliessend auf diesen Blogbeitrag gestossen! Welch Zufall! Da das Cover DER Entscheidungsträger beim Buchkauf ist, sollte man seinen eigenen Geschmack und Vorstellungen ein wenig in Hintergrund rücken und der Durchschnittsverträglichkeit Platz machen. Sich vor Augen behalten, welche Zielgruppe ich ansprechen möchte und sich bewusst werden, was ich mit diesem Buch erreichen möchte. Und manchmal(wenn es auch schwer fällt) tut es vielleicht ganz gut, den Frisör zu wechseln. Vor allem dann, wenn er ein guter Freund/Bekannter ist. Selbst wenn er die Technik vom Haare schneiden perfekt beherrscht. Passen sollte es nämlich schon, die Frisur zum Gesicht. 😉
    In diesem Sinne, herzlichst Nora Dora

  2. Cornelia_Lotter1959 says:

    Da hast du vollkommen Recht, liebe Nora Dora, hab gerade deine Mail gelesen. 😉

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